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Historischer Ort: Denkmal der Grauen Busse, Porträt 8
Opferbiografie
Alojzija Krnec
19191943

Alojzija Krnec
Dienstmädchen aus Radenthein (Kärnten) (katholisch)

geb. 18.12.1919 in Jelendol
gst. 08.09.1943 in Klagenfurt (Kärnten)

Ein Requiem für Alojzija Krnec als Text und Zitat
von Helge Stromberger

Alojzija Krnec wurde im slowenischen Dorf Jelendol geboren. Das Dorf gehört zur Pfarre Škocijan bei Novo Mesto, eine Stadt rund 60 Kilometer südöstlich von Ljubljana. Alojzijas Vater hieß Janez Krnec, geboren am 1. September 1886. In den Geburtsmatriken der Pfarre Škocijan wird er „hišar“ genannt, ein „Hausdiener" oder ein Mann, der ein kleines Haus mit Gartenland hat, etwas Vieh und gegebenenfalls einem Anteil an der Allmende. Ein Vater der keinen Bauernhof bewirtschaftet und als Landarbeiter, Taglöhner, Handwerker oder auch als Hausangestellter arbeitet. Der Name von Alojzijas Mutter ist Marija Goste, verehelichte Krnec, sie wurde am 6. März 1887 geboren. Im Jahr 1912 haben Alojzijas Eltern geheiratet und am 18. Dezember 1919 kam sie zur Welt. Soweit die Geburtsmatriken (Nr. 82) fürs Jahr 1919 der Pfarre Škocijan.1

  1. Diese Angaben verdanke ich der Mitteilung von Dr. Josef Jerko, Wien vom 17. Dezember 2010, der mit Hilfe eines slowenischen Historikers aus Ljubljana die Recherche im Pfarrarchiv Škocijan besorgt hat.
Biografie erstellt am 15.03.2018, letzte Aktualisierung: 16.04.2018

Auch in Klagenfurt gibt es Archive mit Aufzeichnungen zu Alojzija Krnec. Sie sind umfangreicher als die in Škocijan und stammen aus den Jahren, die sie ab 1941 in Kärnten verbringt. Da ist zunächst das Kärntner Landesarchiv (KLA) und der Volksgerichtsakt Dr. Niedermoser und Genossen zu nennen.1 Weiters das Historische Archiv der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie (APP) beim Klinikum Klagenfurt. 2 Dazu kommt drittens noch ein Archiv beim Magistrat Klagenfurt.3

Über Alojzijas Kindheit geht aus all diesen Quellen nur hervor, was in den Geburtsmatriken der Pfarre Škocijan steht. Auch über ihre ersten Jugendjahre gibt es wenige, zum Teil schwer interpretierbare Hinweise. Fest steht, dass im Juli 1941 die inzwischen 22 Jahre alte Alojzija Krnec nach Kärnten kommt; drei Monate nach der Besetzung Jugoslawiens durch deutsche Truppen, die aus Sicht Berlins notwendig wurde, weil dem verbündeten Italien in Griechenland und Albanien die militärische Niederlage drohte. 

Alojzija Krnec ist über Graz nach Kärnten gekommen. Sie war allein unterwegs, hatte keine Papiere aber „eine Pistolen-Atrappe aus Gummi“ bei sich. Ihre Pistolen-Atrappe „ist zur Täuschung geeignet“ schreibt einer, der sich bei Pistolen auskennt: der Bezirks-oberwachtmeister Franz Binder vom Gendarmerieposten Radenthein. 4

Erstmals von Amts wegen behandelt wurde Alojzija nach ihrer Ankunft in Kärnten in der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau. Dort wurde sie vom Arbeitsamt „am 19. 7. 1941“ dem Arzt „Dr. Bartholomäus Erlacher“ im nahe gelegenen Radenthein „als Dienstmädchen zugewiesen“. Gleich nach ihrem Dienstantritt tauchten ernsthafte Probleme auf. Alojzija sprach „gebrochen deutsch“ und konnte sich damit in der für sie neuen Umgebung mitteilen.5

Im Laufe ihres Lebens hat es sich ergeben, dass sie aus Angelegenheiten, die sie stark belasteten keinerlei Geheimnisse machte. So sagte sie etwa (später einmal und gegenüber anderen Leuten): „sie sei schon in Cilli in einer Irrenanstalt gewesen, war damals schwermütig“, wollte „in Laibach unter den Zug“ und später sei sie als „Nonne in einem Kloster gewesen6

Im kleinen Kärntner Bergbau- und Industrieort Radenthein, beim Arztehepaar Dr. Erlacher, kam nun ebenfalls etwas sehr Belastendes zum Vorschein. Es dürfte Alojzija schon bevor sie nach Kärnten kam schwer am Herzen gelegen sein. Am „Sonntag den 20.7.1941“, dem zweiten Tag ihres Dienstes, erzählte sie ihrer neuen Dienstherrin „so neben dem Arbeiten in der Küche: `Aus der Umgebung von Cilli, Jugoslawien wurden etwa 160 oder 180 Personen nach Graz gebracht und wurden diese mit einer Spritze tot gemacht.“ Eine Mitteilung, die ihr aus nachvollziehbaren Gründen sehr ernst und wichtig war, bei der sie sich Verständnis und vielleicht auch Hilfe erhofft hat. Eine Mitteilung, der sie noch sarkastisch hinzufügt: „Deutsche nur 2 bis 3 Monate noch zu essen, dann verhungern, weil Deutsche immer Krieg führen“.7

Frau Erlacher erzählt die Geschichte gleich ihrem Mann. Das Arztehepaar Erlacher gehört zu den ersten in Kärnten, die darüber unterrichtet wurden, dass deutsche Zivil- und Militärbehörden gleich nach dem Überfall auf Jugoslawien auch in Cilli, slow. Celje, psychiatrische Patienten und Patientinnen tödlich verfolgt und umgebracht haben. Dr. Erlacher, man möchte sagen dieser Vollakademiker, wusste mit diesem Hinweis freilich nichts Besseres anzufangen als dem neuen Dienstmädchen seiner Frau eine politische Standpauke zu halten. Dabei „stellte er sie energisch zur Rede und hielt ihr die Massakrierungen von Seite der Polen und Serben gegenüber den Deutschen vor, worauf die Krnec nichts mehr zu erwidern wagte“, wie es später Maria Erlacher bei ihrer Einvernahme am Gendarmerieposten Radenthein zu Protokoll gab.-8

Die Angaben von Alojzija Krnec zur massenhaften Ermordung der Patientinnen und Patienten der Psychiatrie Celje sind, von zwei Aspekten abgesehen, ebenso zutreffend wie korrekt. Die Zahl der Ermordeten war in Wirklichkeit freilich noch höher, und sie wurden nicht in Graz „mit einer Spritze tot gemacht“, sondern über Graz in die Vernichtungsanstalt Hartheim bei Linz geschafft und mit Kohlenmonoxid in der dortigen Gaskammer erstickt.
Viele Jahrzehnte später beschreibt die Linzer Sozialhistorikerin Brigitte Kepplinger die von Alojzija geschilderten Vorgänge so: „Die Besetzung von Jugoslawien war am 17. April 1941 abgeschlossen. Slowenien wurde zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Ungarn aufgeteilt; die vom Deutschen Reich beanspruchten Gebiete befanden sich südlich der Steiermark und wurden als `Untersteiermark` dem Reichsgau Steiermark angegliedert. Die größte psychiatrische Anstalt des Gebiets war die Heil- und Pflegeanstalt in Novo Celje (Neu-Cilli) mit 450 Betten. Der ärztliche Leiter Alfred Fischer entließ kurz nach der Besetzung 50 Patienten in häusliche Pflege. Es waren noch mehr Patienten zur Entlassung vorgesehen, aber die Angehörigen lehnten es ab, die Patienten zu sich zu nehmen. Im Mai 1941 wurden die „T4“-Meldebögen an die Anstalt Novo Celje übermittelt, Anfang Juni erschien eine Ärztekommission, die die entsprechenden Begutachtungen vornahm. Am 9. Juni ging der Transport mit 357 PatientInnen nach Hartheim ab.“9

Es ist nicht bekannt wie Alojzija Krnec den Transport, der von der Psychiatrie Celje abgegangen ist, in Erfahrung gebracht hat. War sie eine der „50 Patienten“, die davor „in häusliche Pflege“ entlassen wurden? Hat sie zu Angehörigen dieser „50 Patienten“, zu einer Patientin oder Pflegerin der Psychiatrie Celje Kontakt gehabt? Eine Antwort darauf geht aus den eingesehenen Dokumenten nicht hervor. Auch gibt es keine wirklich gesicherten Angaben darüber, weshalb sich Alojzija bereits am zweiten Tag nach ihrem Dienstantritt nicht mehr im Haus des Radentheiner Arztehepaars aufgehalten hat. Wurde sie vom national-politisch erbosten Dr. Erlacher aus dem Haus gewiesen? Vielleicht auch von seiner Gattin? Wollte sie aus eigenem Antrieb mit diesen Leuten nichts mehr zu tun haben?
Fest steht nur, dass Alojzija noch am Tag ihres Gesprächs mit der Arztgattin und dem nationalsozialistischen Palaver ihres Mannes gegen Abend hin nicht mehr in deren Haus war. In einem Schreiben des „Gendarmerieposten Radenthein“ an die „Geheime Staatspolizei – Aussendiensstelle in Spittal“ heißt es: Alojzija Krnec wollte „nach Spittal bzw. nach Jugoslawien zurückreisen … wurde aber am 20.7.1941 um 17 Uhr vom Bowm. Franz Binder in Radenthein aufgegriffen, und da eine Überstellung an diesem Tag nach Spittal nicht mehr möglich war, einstweilen festgenommen und in den Gemeindearrest zur Nächtigung eingesperrt.“ Der Bezirksoberwachtmeister Binder, er hat dieses Schreiben selbst aufgesetzt, fährt darin weiter fort: sie „benahm sich sehr brutal und machte die Äußerung: Ich kenn die Deutschen schon, sie können einem alles Gute vorsagen und in Deutschland wird gut gezahlt, dabei ist es schlecht. Hier geht es einem schlechter als einem Hund. Die Deutschen haben auch bei uns 160 Personen tot gemacht“. Schwierigkeiten hat sie dem Bezirksoberwachtmeister (Bowm.) Binder vor allem damit gemacht: „Alojzija Krnec hat sich im Gemeindearrest, wohin sie zwangsweise abgeführt wurde, in der Nacht vom 20. auf den 21.7.1941 verbarrikadiert, so daß die Arresttür, die nach innen zu öffnen ist, nicht geöffnet werden kann. Sie stellte die 2 darin befindlichen Betten quer zur Tür, so daß ein wegschieben derselben bei der Öffnung der Türe unmöglich ist, weil die Betten an der gegenüber liegenden Mauer anstehen. Ein Eindringen in das Arrestlokal wäre nur möglich nach Zertrümmerung der Arresttür“.10

Letzteres wollte Bezirksoberwachtmeister Binder seinem Gemeindearrest aber nicht antun. In dem Fall hätte er keinen versperrbaren Arrest mehr und könnte für eine Weile niemand mehr einsperren. Und das wäre im Kärntner Bergbau- und Industrieort nicht im Sinn seiner Vorgesetzten gelegen, weil es in Radenthein auch rote Arbeiter gab, die dem NS-Regime, das seit 22. Juni 1941 auch gegen die Sowjet Union Krieg führte, feindlich gegenüber standen. 
Etwas ratlos wirkend wendet sich Bowm. Franz Binder via Telefon an die „Geheime Staatspolizei - Aussendienststelle in Spittal“. Der Grund für Alojzijas Festnahme war unterm Naziregime auch keine Bagatelle: „Arbeitsverweigerung und Ausstreuung von Gerüchten“. Die Spittaler Gestapo kam Bezirksoberwachtmeister Binder in der Weise entgegen, „daß die Inhaftierte so lange nicht vorgeführt werden braucht, bis sie selbst das Hindernis an der Arresttür wegnimmt“.11Das war erst nach drei Tagen der Fall. Dann wurde Alojzija ins „Gefangenenhaus des Amtsgerichtes“ in Spittal an der Drau überstellt, wo sie „zur Verfügung der Gestapo“ weiterhin festgehalten wurde.12

Die Probleme von Alojzijas Bewachern wurden damit nicht geringer, im Gegenteil. Sie begann im Gefangenenhaus Spittal „in den Nachmittagsstunden des 25. Juli 1941 in ihrer Zelle zu randalieren. Sie schrie, sang jugoslawische Lieder und beförderte die Bettwäsche durch den Spalt der Fensterblende ins Freie. Weiters, da sie sich ständig am Fenster aufhielt, trommelte sie in einem fort mit ihren Schuhen auf die Blenden, was einen gewaltigen Lärm verursachte. [Der] Aufforderung sich der Anstaltsordnung zu fügen, blieb erfolglos. Sie trieb daraufhin ihr Spiel nur umso ärger.“13

Wer dieses Verhalten nur als Ausdruck einer „psychischen Störung“ als „wahnsinnig“ usw. beurteilt, sollte bedenken, das haben ihre Nazi-Bewacher auch schon getan. Alojzija war eine erfahrene Internierte. Sie hat das im Polizeiarrest Radenthein bereits unter Beweis gestellt. Aus der Zelle, in der sie dort eingesperrt war, konnte sie zwar nicht mehr heraus, hat sich darin aber so eingerichtet, dass auch ihr Bewacher und Peiniger nicht mehr hinein konnte, sodass sie zumindest vor dem ihre Ruhe hatte. Vor allem jedoch ist zu bedenken, dass sie bereits in der „Irrenanstalt Cilli“ war und recht genau darüber informiert ist, dass Menschen wie sie unter den nunmehrigen Verhältnissen tödlich bedroht sind und massenhaft ermordet werden. In anderen Worten: in dieser völlig neuartigen Situation hat Alojzija, wie es ihr selbst immer wieder schien, gar nichts mehr zu verlieren gehabt. Im Sommer 1941, am Beginn des Russlandfeldzugs war auch keineswegs ausgemacht, wer den Krieg gewinnen wird und dass knapp vier Jahre später Hitler tot und sein kurzlebiges Reich am Boden zerstört und militärisch besetzt ist. Und um noch einmal anders zu reden: Alojzija hat sich, indem sie den geschilderten Krawall inszenierte, dafür entschieden mit lautstarkem Protest, Renitenz sowie – etwas anderes war in ihrer Lage nicht möglich – durch einen gänzlich isolierten Widerstand auf das Unrecht zu antworten, dass ihr und Millionen anderen widerfahren ist. Ein Widerstand, der zumindest in Teilen demselben Geist entsprungen ist, der im besetzten Jugoslawien dafür gesorgt hat, dass sich hier eine Partisanenbewegung zu organisieren begann, die im späteren Verlauf des Weltkriegs militärisch relevant wurde. 
Nachdem Alojzija in Radenthein verhaftet, von dort ins Gefangenenhaus Spittal überstellt wurde, hat sie sich - nach dem Suizidversuch in Ljubljana – nun ein weiteres Mal am Ende ihres Lebens gefühlt. Der Gefängniswärter des Spittaler Amtsgerichts Justizoberwachtmeister Mößler blickte „durch das Schauloch der Zellentür“ und bemerkte „dass die K. mit einer Rasierklinge herumhantierte. Ich trat daraufhin in die Zelle und forderte sie auf, die Klinge beim Fenster hinauszuwerfen, was sie nach einigem Zögern auch tat. Hierauf gebärdete sich K. noch ärger und schrie: `macht mich doch schnell hin! Warum so langsam?“14

Justizoberwachtmeister Mößler „beförderte“ sie darauf mit einem zweiten Aufseher „vom Fenster herunter“ und „entfernten, da ja die Gefahr eines Selbstmordversuches durch den Besitz der Rasierklinge gegeben schien, sämtliche Einrichtungsgegenstände … und liessen nur einen Strohsack und eine Decke [in der Zelle] zurück. Auch die Schuhe nahmen wir ihr ab, da sie mit denselben dauernd gegen die Fensterblenden gehämmert hatte. Bei dieser Gelegenheit bewarf sie [den zweiten Aufseher] mit einem Schuh. Ich forderte sie sodann auf in den Spazierhof zu gehen, um die von ihr hinunter geworfene Bettwäsche in die Zelle zu tragen, was sie auch befolgte. Drunten angekommen war sie nicht mehr dazu zu bewegen in ihre Zelle zurückzukehren. Ich liess sie bis zum Einbruch der Dunkelheit dort.“15

Wie schon der Gendarm vom Posten Radenthein telefonierte nun Justizoberwachtmeister Mößler vom Amtsgericht Spittal ebenfalls mit der Gestapo-Aussendienststelle. Dann versuchte er mit dem zweiten Gefängniswärter „es war bereits Nacht, die K. mit guten Worten in die Zelle zu bringen. Es war jedoch alles zwecklos und [so] schafften wir sie unter hartnäckigem Sträuben in die Zelle. Dort kletterte sie sogleich wieder auf das Fenster und hämmerte mit den Fäusten dauernd auf die Blenden los“. Die beiden Aufseher „beförderten“ sie dann „in die Dunkelzelle, in welcher sie keine Möglichkeit hatte auf das Fenster zu steigen“. Ohne Protest nahm sie auch das nicht hin und machte weiterhin Lärm „wobei sie Schimpfworte in jugoslawischer Sprache gebrauchte. Wir legten ihr sodann die Schliessketten an."16

Am nächsten Tag sollte Alojzija fotografiert werden. Es war bereits Nachmittag. Der Photograph war ein Gendarmeriebeamter „auf dessen langes Zureden“ sie einwilligte „sich fotografieren zu lassen. Sie ging mit ihm in den Hof, wobei sie jede Gelegenheit zur Flucht benutzte. Das Fotografieren erschwerte sie auf jede nur erdenkliche Art.“ Als es endlich vorbei war „versuchte sie abermals eine Flucht durch den Keller“. Auch dieser Versuch misslingt und „da sie nun auf keinen Fall dazu zu bewegen war freiwillig in die Zelle zurück zu kehren, musste sie von 2 anwesenden Gendarmeriebeamten in dieselbe getragen werden.“17

Wieder in der Zelle machte Alojzija einen weiteren Suizidversuch, indem sie „einen Deckenstreifen mit einer Schlinge um ihren Hals legte“. Einer der Gefängniswärter bemerkte das wiederum durch „das Schauloch“, worauf ihr ein zweites Mal „die Schliessketten“ angelegt wurden. Dabei schrie sie „aus voller Kehle: Deutsche Swinia, macht mich gleich hin ihr deutschen Schweine! Was macht ihr in Jugoslawien? Wozu deutsche Soldaten in Jugoslawien u.v.a. was mir nicht mehr ganz erinnerlich ist. Sie gebärdete sich wie eine Wahnsinnige.“18 Der Bericht vom Gefangenenhaus des Amtsgerichts Spittal an die dortige Gestapo – Aussendienststelle schließt sodann mit den Worten: „Auf Grund des sonderbaren, wie gemeingefährlichen Verhaltens der K. verständigte ich den Amtsarzt Dr. Sorgo, welcher die Überstellung der K. in die Irrenanstalt nach Klagenfurt beantragte. K. wurde sodann über Auftrag der Gestapo um 18 h 30 vom Roten Kreuz übernommen und in die Irrenanstalt nach Klagenfurt überstellt - Mößler, Justizoberwachtmeister.“19

Den Fängen der Gestapo ist Alojzija damit nicht entkommen. Von der Gestapo-Aussendienststelle Spittal gingen gleichzeitig mit dem Roten Kreuz zwei Schreiben ab. Das eine an die „Staatspolizeistelle, Abt. II, in Klagenfurt“ mit der Mitteilung: Alojzija Krnec, die sich seit 22. 7. 41 hier in Haft befand, ist am 26. 7. 41 auf Antrag des Amtsarztes in die Irrenanstalt Klagenfurt eingeliefert worden und konnte daher von hier nicht mehr einvernommen werden.  Das Landeskrankenhaus – Irrenabteilung – wurde gebeten, vor der Entlassung die Stapostelle Klagenfurt zu verständigen. Es erscheint angebracht, die Krnec, die sich geäussert hat, das sie nun nach Jugoslawien gehen und dort auf die Deutschen, die sie später auch noch `deutsche Schweine` nannte, schiessen werde, umzusiedeln20

Das zweite Schreiben der Gestapo-Aussendienststelle Spittal ging ans „Landeskrankenhaus – Irrenabteilung in Klagenfurt: [Die] slowenische Landarbeiterin Alojzija Krnec … befand sich im Amtsgerichtsgefängnis in Spittal, wegen Arbeitsverweigerung und staatsfeindlicher Äußerungen … in Haft und wird hiermit aufgrund ärztlicher Befürwortung der dortigen Stelle [der ´Irrenabteilung`] übergeben … Ich bitte, falls weitere, gegenteilige Mitteilungen nicht folgen, vor der Entlassung der K. die Staatspolizeistelle in Klagenfurt zu verständigen, damit dieselbe von dort übernommen werden kann."21  Und damit letzteres ganz sicher geschehen kann, wird von der Geheimen Staatspolizeistelle Klagenfurt noch ein Schreiben an die ärztliche Leitung der „Irrenanstalt “ abgeschickt. Darin heißt es: „Die Krnec wird von hier auf die Dauer ihrer Einweisung in die Irrenanstalt aus der Haft entlassen und bitte ich, sie vor der Entlassung aus der Anstalt zwecks weiterer staatspolizeilicher Behandlung wieder der hiesigen Dienststelle zur Verfügung zu stellen. Als Anlage übersende ich je einen Bericht des Gendarmeriepostens Radenthein und des Gefangenenhauses des Amtsgerichts Spittal a. d. Drau, aus denen das Verhalten der Krnec während ihrer Haft hervorgeht … gez. Kirchbaumer.“22

Mit der psychiatrischen Erstuntersuchung wird in der „Irrenabteilung“ noch am „26. Juli 1941“ begonnen. Mit dem Ergebnis: „Spricht nichts, ist sehr widerspenstig, zeigt ein mürrisches Gesicht“. Später spricht sie doch: „slowenisch gegen die Mauer.“ Sie äußert Suizidwünsche und „hat am ganzen Körper rote und blaue Flecken, leidet an Psoriasis universalis“. Ein Teil dieser roten Flecken hat ihre Ursache wohl in der Psoriasis; die blauen Flecken aber in der handfest brutalen Behandlung durch die Gerichtsschergen in Spittal a.d. Drau. Am nächsten Tag, am 27. Juli heißt es in Alojzijas Krankengeschichte: „Schimpft über die deutschen Schweine, die alles kaputt machen … zerreißt die Zwangsjacke.“ Einen Tag später: „Kann nicht untersucht werden, ist widerstrebend, befolgt keine Aufforderung ... will nur sterben … bekommt abends Somnifen“. Am 29. Juli heißt es: „Muß künstlich genährt werden … Lasse sich nicht so martern. Ist unzugänglich, mürrisch.“ Am 30. Juli kommt eine damals obligate Untersuchung zum Ergebnis: „Luesreaktionen negativ.“ In der Nacht auf den 1. August schläft Alojzija gut ist aber später „sehr launisch.“ Und am 3. August: „Stellt sich schlafend. Reagiert auf keine Frage“.23

In den Tagen und Wochen nach einer Erstaufnahme im „Irrenhaus“ Klagenfurt wurden die Eingewiesenen durch den ärztlicher Leiter noch genauer beobachtet, gibt es in den Krankengeschichten noch etwas längere und häufigere Eintragungen zu ihrem Verhalten. Sobald die ärztliche Leitung sich ein näheres Bild davon gemacht hat in welche Abteilung des „Irrenhauses“ eine Eingewiesene kommen soll, ob ein Arbeitseinsatz in einem wirtschaftlichen Betrieb des recht großen Gaukrankenhauses möglich ist (Küche, Wäscherei, Näherei, Landwirtschaft u.a.) werden die Eintragungen spärlicher, gibt es in den Krankengeschichten meist nur mehr eine kurze Eintragung pro Monat. Bei Langzeitpatienten sind es überhaupt nur mehr sechs Eintragungen im Jahr, also jeden zweiten Monat eine.

Am 10. August 1941 steht in Alojzijas Krankengeschichte: „Steckt Glassplitter in den Mund um zu sterben“. Fünf Tage später am 15. August: Benehmen stark wechselnd, oft ein Tag sehr freundlich, arbeitet. Am nächsten Tag wieder boshaft und mürrisch.“ Drei Wochen später 6. September: Wutanfälle ... haut Fenster ein, werde noch zeigen was sie könne. Wiederholt Injektionen“. Um welche Injektionen es sich handelt wird nicht dokumentiert. Genaueres erfährt man vier Tage später am 10. September 1941: „Beginn einer Cardiazolkur.“24

Die Cardiazolkur gehört zu den seinerzeitigen Schocktherapien. Cardiazol löst in hohen Dosen schwere Krampfanfälle aus. Krampfanfälle die bei Patientinnen entsprechend gefürchtet waren, da sie mit folterähnlichen Wirkungen einhergingen. Die „Cardiazolkur“ wurde in den frühen 1930er Jahre vom ungarisch-amerikanischen Psychiater Ladislas J. Meduna entwickelt und kam bald in den Psychiatrien vieler europäischer und nordamerikanischer Staaten zum Einsatz. Diese „Kur“ gehört im Jahr 1941 zum internationalen State of the Art.25 

Bei Alojzija führt die „Cardiacolkur“ zu folgenden Eintragungen in der Krankengeschichte; 25. September 1941, zwei Wochen später: „Frech unfolgsam, man sollte sie sterben lassen“; am 29. September: „Schimpft über die Deutschen … spuckt die Pflegerin an“. Am 10. Oktober heißt es: „Manchmal eine ganze Woche lang ruhig, nett liebenswürdig, dann wieder gleich boshaft“. Und am 2. November: „ … Alle Leute hassen sie.“ Am 25. November: „Hört immer wieder über sich reden, dass sie eine Diebin, angesteckt sei. Will nicht ins Bett, versteckt sich.“ 10. Dezember: „Führt Selbstgespräche, bekommt wiederholt Zwangsjacke und Packungen wegen ihres … groben Benehmens.“26

Die „Packungen“, die Alojzija wiederholt bekommt, wirken ähnlich wie Schocktherapien. Patientinnen werden bei der „Packung“ am ganzen Körper in schwere, nasskalte Leinentücher eingewickelt, bis sie sich nicht mehr bewegen können. In dieser qualvollen Lage müssen sie ausharren, bis die mit kaltem Wasser getränkten Tücher trocken sind, was viele Stunden lang dauert.

Gab es im zweiten Halbjahr 1941 an insgesamt 20 Tagen Einträge in Alojzijas Krankengeschichte, so sind es im ganzen Jahr 1942 nur mehr 16. Der Grundton bleibt gleich: Suizidwünsche, dazwischen beruhigtere Stimmungen, Verzweiflung, heftige Aggressionen: „weint, äußert immer wieder Selbstmordgedanken“; „Isoliert, haut sie Fensterscheiben ein, schreit fürchterlich, heisst die Pflegerinnen deutsche Schweine“. Ihre Psoriasis wird trotz Behandlungsversuchen nicht besser. In den kurzen Eintragungen im Juni und August 1942 heißt es: „Benehmen immer gleich wechselnd, bald freundlich, bald mürrisch ablehnend, gereizt“ sowie „Zeitweise arbeitet sie fleissig, ist freundlich, dann wieder bockig.27

Seelische Äußerungen, deren Ursache mit psychiatrischen Begriffen und Erklärungsmustern allein nicht zu fassen sind. Sie weiß, dass Patienten der Psychiatrie Celje, in der sie schon einmal gewesen ist, nach dem Einmarsch der Deutschen massenhaft ermordet wurden und Menschen wie sie jetzt tödlich bedroht sind. Ein Wissen, dass bei vielen ihren Verzweiflungen und Aggressionen eine größere Rolle gespielt haben wird. Auch wird Alojzija von einzelnen Mitpatientinnen, die das Verschwinden hunderter Frauen bewusst miterlebt haben, wohl erfahren haben, dass auch von Klagenfurt Transporte abgegangen sind; der letzte nur zweieinhalb Wochen vor ihrer Ankunft im „Irrenhaus“. Und weil Alojzija der Annahme war die Leute werden „mit einer Spritze tot gemacht“ – was bei einem Teil der Anstaltsmorde in Klagenfurt ja der Fall war  – lässt sich auch vorstellen, was sie gefühlt hat, wenn sie eine Schwester oder den Arzt mit einer Spritze gesehen oder gar selbst eine abbekommen hat: Todesangst! Vor diesem Hintergrund ist der extremste Aggressionsausbruch zu sehen, der in ihrer Krankengeschichte dokumentiert ist; 30. Jänner 1942:Gibt einer Pflegerin einen Fusstritt, einer anderen einen Kinnhacken, will sie in die Füsse beissen, es sei ihr alles egal, 2 müssen heute noch hin sein“.28 Ein Symptom einer psychischen Erkrankung? Ein verzweifelter Akt des Widerstands? Ein isolierter, weggesperrter Widerstand in der Zeit, in der sich nicht nur in Jugoslawien, sondern auch in Kärnten, wenige Kilometer südlich von Klagenfurt, die Partisanenbewegung zu formieren beginnt?2930

Im Sommer 1942 kommt ein weiteres Thema dazu; 1. Juli: „verlangt ein Messer, droht zu entweichen.“ Gegen Jahresende gelingt ihr das auch; am 10. Dezember: „Eignet sich einen Schlüssel an und entweicht durch das Fenster“. Die Psychiatrie liegt in den 1940er Jahren in der Nähe der nördlichen Stadtgrenze, bald danach beginnt ein unbebautes, land- und forstwirtschaftlich genutztes Gebiet. Alojzija kann sich bis Maria Saal durchschlagen, sechs Kilometer im Norden der Stadt. Dort geht sie zum Bahnhof wird jedoch „aufgegriffen, als sie in den Zug einsteigen will“; sie “wehrte sich heftig gegen das Hereinbringen, biss und kratzte“. Fünf Tage nach ihrer neuerlichen Internierung im „Irrenhaus“ gibt es die Eintragung für den Monat Dezember:Isst nicht, schreit ordinärst, bekommt eine Packung“.31 Das Jahr 1943 beginnt für Alojzija wie das Jahr 1942 geendet hat. Am 5. Jänner in ihrer Krankengeschichte: „Seit einiger Zeit Chokbehandlung, seither freundlicher und geordneter“. Ob damit eine weitere „Cardiazolkur“ gemeint ist oder der in Klagenfurt 1943 bereits eingesetzte E-Schock, dazu gibt die Krankengeschichte keine Auskunft. Am 6. Februar 1943 heißt es nur: „Bei Aufhören der Behandlung gleich wieder rückfällig, gleich zornig und beleidigt, streitet ständig.“ Und auch im Jahr 1943 ein Suizidversuch. Sie kämpft um Schlafmittel zu bekommen. Auch 1943: „In ihrem Benehmen sehr wechselnd, bald freundlich, schmeichlerisch, dann wieder mürrisch und ordinär."32

Am 7. Juli 1943: „Der Versuch sie auf einer ruhigen Abteilung arbeiten zu lassen misslingt“. Auch im August 1943 keine Anzeichen, dass sich ihr Verhalten ändert, dass es mit dem Arbeiten vielleicht doch geklappt hätte. Am 1. August heißt es: „Weint … reisst sich an den Haaren, vergräbt sich unter der Bettdecke, gibt keine Antwort“. Für irgendeine Arbeit im weitläufigen Areal des Gaukrankenhauses ist sie nicht zu gebrauchen, im Gegenteil, sie verursacht welche. Im ideologischen Sprachgebrauch der Zeit ganz klar: eine „Ballastexistenz“, eine „unnütze Esserin“. Und so kommt der Psychiatrieleiter Dr. Franz Niedermoser zu dem Entschluss, den er im Hinblick auf Alojzija wohl schon längere Zeit erwogen hat. Sein Auftrag Alojzija zu töten ergeht - wie in einigen Dutzend weiteren Fällen - an die Oberpflegerin Maria Cholera. Die letzte Eintragung in der Krankengeschichte, datiert mit 8. September 1943, lautet daher wie in so vielen anderen Fällen: „An einer Lungenentzündung gestorben“.33 

Der Leichnam von Alojzija Krnec wird auf die Prosektur überstellt. Der aus Wien stammende Dr. Richard Paltauf, Leiter der Prosektur, schreibt in den „Sektionsbefund“ jene Todesursache, die er gemäß einer Verabredung mit Franz Niedermoser in verschiedensten Varianten in (fast) alle Obduktionsbefunde der Ermordeten schreibt. Im vorliegenden Fall: „Pneumonia lobularis haemorrhagica lobi inferioris utriusque et partis posterioris lobi sinistri“ und noch einiges mehr.34

Einfacher und auf Deutsch gesagt: „Lungenentzündung“, im Jahr 1943 noch eine verbreitete Erkrankung, die in vielen Fällen tödlich geendet hat. Eine Erkrankung mit der man anfragende Angehörige über die wirkliche Todesursache leichter täuschen konnte.

Von der Prosektur des Gaukrankenhauses wurde Alojzijas Leichnam an die Friedhofsverwaltung des Magistrats weiter gegeben. Beigesetzt wurde sie am Klagenfurter Zentralfriedhof Annabichl in einem Armengrab. 1943 war für die in der Stadt anfallenden Armenbegräbnisse das Gräberfeld I vorgesehen. Ein Gräberfeld, etwa 5.000 Quadratmeter groß, in dem mindestens 103 Opfer des Nationalsozialismus in Einzelgräbern - nicht in einem Massengrab - bestattet wurden; neunzig von ihnen als Opfer der Euthanasie im Gaukrankenhaus.35 Trotz gesetzlicher Bestimmungen36 aus 1948, wonach sämtliche Gräber von Opfern des Nationalsozialismus „auf Dauer“ zu erhalten sind, wurde Alojzijas Grab bald nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelassen. Das gesamte Gräberfeld I wurde in den 1950er (oder 60er) Jahren eingeebnet und im Anschluss sukzessive mit neuen, größeren Familiengräbern belegt. Innerhalb des heute zur Gänze neu belegten Gräberfeld I kann die Lage von Alojzijas einstigem Reihengrab aber nach wie vor angegeben werden.37

Die entsprechenden Informationen, an welcher Stelle innerhalb des Gräberfelds sie begraben wurde, gibt es für Angehörige, Verwandte oder Nachfahren beim Magistrat Klagenfurt, Friedhofsverwaltung.

 Im Jahr 2015 wurde in der Hauptallee des Friedhof Annabichl das zentrale Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Kärnten um einen Namensteil erweitert. Inmitten der Namen von 3.275 Opfern des Nationalsozialismus:

Alozja Krnec 1919/1943

P. S. - Die im Prozess im Frühjahr 1946 im Wesentlichen geständige Maria Cholawa wird wegen der Ermordung von Alojzija Krnec und vieler weiterer Patientinnen mit 20 Jahren Gefängnis bestraft. Franz Niedermoser, der damalige Leiter des auch im vollen Wortsinn „Irrenhauses“, wurde zum Tod verurteilt und hingerichtet. Der tatbeteiligte Leiter der Prosektur Richard Paltauf wird wegen der von ihm gefälschten Todesursachen bei hunderten Opfern der Euthanasie zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Richard Paltauf erreicht 1948 eine Wiederaufnahme seines Verfahrens und wird ebenso wie Maria Cholawa vorzeitig aus der Haft entlassen.

Diese Biografie erschien zuerst in: Herwig Oberlerchner/Helge Stromberger (Hrsg.), Sterilisert, vergiftet, erstickt. Das Wüten der NS-Euthanasie in Kärnten, Klagenfurt 2017, S. 109-123. 

  1. Kärntner Landesarchiv (KLA); Landesgericht Strafakten 18 Vr 907/45
  2. Kärntner Landesarchiv (KLA); Historisches Archiv der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie (APP) Klinikum Klagenfurt.
  3. Magistrat Klagenfurt; amtliche Aufzeichnungen am Standort Waagplatz 2.
  4. Kärntner Landesarchiv (KLA); Historische Akten der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie; Krankenakt Nr. 13.155. -  Das Schreiben vom Gendarmerieposten Radenthein an die Staatspolizei-Aussendienststelle in Spittal an der Drau vom 21. Juli 1941. 
  5. siehe Anm. 5.
  6. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte am 2.11. 1941
  7. siehe Anm. 5 – Die Niederschrift gez. Franz Binder am 23. Juli 1941
  8. siehe Anm. 5 – Eine „Niederschrift“ gez. Franz Binder am 23. Juli 1941 . – Innerhalb des Dokuments wird der Name „Krnec“ so geschrieben: „KRNC`“; Schreibfehler wurden, auch anderenorts, stillschweigend berichtigt. Fehlschreibungen von Alojzijas Namen in anderen Dokumenten: „Lojzka Krine“, „Lojzka Krin“, „Krni“, „Soyska“, “Krnc’ Soyska” u.a..
  9. Kepplinger, Brigitte: NS-Euthanasie in Österreich: Die `Aktion T4`- Struktur und Ablauf. In: Brigitte Kepplinger, Gerhart Marckhgott, Hartmut Reese (Hg.): Tötungsanstalt Hartheim. Linz 2008. S 50  f.  – Der Text ist auch abrufbar unter:  http://arbeit.psychiatrische-landschaften.net/wp-content/uploads/2011/10/kepplinger_euthanasie-struktur.pdf
  10. siehe Anm. 5.
  11. siehe Anm. 5. 
  12. siehe Anm. 5. – Das Schreiben vom Gefangenenhaus des Amtsgerichtes Spittal / Drau an die Geheime Staatpolizei, Nebenstelle in Spittal / Drau vom 26. Juli 1941.
  13. siehe Anm. 13.
  14. siehe Anm. 13
  15. siehe Anm. 13.
  16. siehe Anm. 13.
  17. siehe Anm. 13.
  18. siehe Anm. 13.
  19. siehe Anm. 13.
  20. siehe Anm. 5. – Das Schreiben der Geheimen Staatspolizei Aussenstelle Spittal/Dr. an die Geheime Staatspolizei, Staatspolizeistelle Abt. II in Klagenfurt am 29. Juli 1941.
  21. siehe Anm. 5. – Das Schreiben der Geheimen Staatspolizei Aussenstelle Spittal/Dr. an das Landeskrankenhaus – Irrenabteilung in Klagenfurt vom 26. Juli 1941.
  22. siehe Anm. 5. – Das Schreiben der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeistelle Klagenfurt an das Gaukrankenhaus – Irrenabteilung – z. Hd. v. Dr. Winter vom 1. August 1941.
  23. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte.
  24. siehe Anm. 5  – Die psychiatrische Krankengeschichte.
  25. Vgl. die mit Fachliteratur belegten Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Pentetrazol und https://de.wikipedia.org/wiki/Ladislas_J._Meduna abgerufen am 11 Nov. 2016; um einiges ausführlicher die jeweiligen Artikel in der englischen Wikipedia.
  26. siehe Anm. 5  – Die psychiatrische Krankengeschichte.
  27. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte.
  28. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte.
  29. Siehe etwa – Karel Pru
  30. šnik-Gašper: Gamsi na plazu. Ljubljana 1974 – Deutsche Übersetzung: Avguštin Malle, Florian Lipuš: Gemsen auf der Lawine - Der Kärntner Partisanenkampf. 1. deutschsprachige Ausgabe. Drava Verlag. Klagenfurt. Seite S 32 ff.
  31. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte
  32. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte.
  33. siehe Anm. 5  – Psychiatrische Krankengeschichte.
  34. siehe Anm. 5  –Sektionsbefund vom 9. September 1943.
  35. Datenbank mit Namen der Todesopfer von Widerstand und NS-Verfolgung in Kärnten - Namensarchiv der Plattform der NS-Opferverbände und Erinnerungsinitiativen. Bearbeitung und Konzept: Mag. phil. Helge Stromberger. Nicht veröffentlicht.
  36. Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich: 175. Bundesgesetz vom 7. Juli 1948 über die Fürsorge und Schutz der Kriegsgräber und Kriegsdenkmäler aus dem Zweiten Weltkrieg für Angehörige der Alliierten, Vereinten Nationen und für Opfer des Kampfes für ein freies, demokratisches Österreich und Opfer politischer Verfolgung.
  37. Auskunft von Frau Albrecht, vormalige Leiterin der Friedhofsverwaltung, gegenüber dem Verf.
Assoziationen

Assoziationen
As­so­zi­a­tive Beziehungen und Verknüpfungen

Alle Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen haben ihre Individualität. Manche wurden jedoch aus ähnlichen Motiven verfolgt, einige teilten zum Beispiel Gewaltererfahrungen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen. Andere wiederum wurden doppelt sigmatisiert: Weil sie als psychisch krank und behindert galten und als homosexuell und jüdisch definiert wurden.
Diesen Verknüpfungen versuchen wir mit "Assoziationen" nachzugehen. Sie ermöglichen es auch, geographische Beziehungen in unserer Datenbank zu recherchieren. Sie können also erforschen, wer am selben Ort oder Region lebte, wer in der selben Anstalt lebte und ermordet wurde.

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