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Opferbiografie: Jozefa Majewska, Porträt
Opferbiografie
Józefa Majewska
18911941

Józefa Majewska (geb. Lewandowska, verh. Bartoszewska, Sterbename Majewska)
aus Stawki (Toruń) (Kujawsko-Pomorskie)

geb. 30.05.1891 in Mszano (Kujawsko-Pomorskie)
gst. 28.07.1941 in Pirna (Sachsen)

Józefa Majewska, geb. Lewandowska, verh. Bartoszewska wurde am 30.5.1891 in Mszano im Landkreis Brodnicki (heute: Wojewodschaft Kujawien-Pommern) als Tochter von Józef Lewandowski und von Weronika Lewandowska, geb. Biedrzyńska, geboren.

Biografie erstellt am 18.01.2018, letzte Aktualisierung: 02.02.2018

Im Jahr 1912 heiratete sie Władysław Bartoszewski, der am 18. Februar 1915 auf dem Schlachtfeld in Bolimów starb. Am 29.7.1919 heiratete sie in Wrocki Stanisław Majewski. Dort brachte sie fünf Kinder zur Welt.

Leider starben vier davon. Um das Jahr 1930 herum zog das Ehepaar nach Stawki im Landkreis Toruń. Dort wurde ihreTochter Stefania geboren. Als der Krieg ausbrach lebte die Familie in Stawki. Während des Kriegeslebte Józefa im psychiatrischen Krankenhaus in Kocborowo (Konradstein, heute ein Teil von Starogard Gdański). Am 21. Juli 1941 wurde sie zusammen mit anderen Patienten über Bydgoszcz, Inowrocław, Poznań, Zbąszyn, Frankfurt/Oder, Cottbus und Dresden in die Anstalt Arnsdorf bei Dresden transportiert. Von dort wurde sie am 28. Juli 1941 nach Pirna-Sonnenstein gebracht, wo sie als ein Opfer der Aktion T4 in der Gaskammer ermordet wurde.

Porträt von Józefa Majewska, undatiert.

Text: Tomasz Raczyński. Übersetzung: Robert Parzer

Assoziationen

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Diesen Verknüpfungen versuchen wir mit "Assoziationen" nachzugehen. Sie ermöglichen es auch, geographische Beziehungen in unserer Datenbank zu recherchieren. Sie können also erforschen, wer am selben Ort oder Region lebte, wer in der selben Anstalt lebte und ermordet wurde.

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Literaturverweise

Ausgewählte Literatur zum Thema

Die Anfänge der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“
1995, Frankfurt/Main

in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen und Wartheland 1939/40

AutorVolker Rieß
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