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Gedenkort T4 | Header | Europakarte: Opferbiografien der NS-"Euthanasie"-Verbrechen
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Opferdatenbank Berlin-Buch

Datenbank der Opfer der Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch

Zwischen 1939 und 1945 fielen mehr als 300.000 Menschen den verschiedenen Mordaktionen an psychisch Kranken und geistig Behinderten im Deutschen Reich und den eroberten Gebieten zum Opfer.

Die euphemistisch als „Euthanasie“, d. h. Gnadentod, bezeichnete Vernichtung lebensunwerten Lebens durch das NS-Regime forderte in ihrer ersten, zentral gesteuerten Phase bis August 1941 das Leben von etwa 70.000 Patienten. In der anschließenden dezentralen „Euthanasie“ verloren bis Kriegsende weitere ca. 87.000 Psychiatriepatienten durch Medikamentenüberdosierung und Mangelversorgung ihr Leben. Darüber hinaus starben mindestens 50.000 Frauen, Männer und Kinder bei verschiedenen „Euthanasie“-Sonderaktionen; weitere rund 80.000 psychisch Kranke verhungerten in den besetzten Gebieten oder wurden brutal ermordet. Die Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch fungierte im Geflecht der verschiedenen Mordaktionen hauptsächlich als Abgabeanstalt.

Im Herbst 1939, am Beginn der „Aktion T4“ – der Ermordung psychiatrischer Patienten mit Kohlenmonoxid –, war Buch, die größte Berliner Heilanstalt mit durchschnittlich 2.825 Patienten. Hinzu kamen etwa 1.100 Patienten in Außen- oder in Familienpflege. Der geringe Stellenwert, den das NS-Regime psychisch Kranken und geistig Behinderten zumaß, zeigte sich nach dem Überfall auf Polen und unter Kriegsverhältnissen besonders deutlich. Die Heil- und Pflegeanstalt wurde aufgelöst und in ein allgemeines Krankenhaus umgewandelt. Der Abtransport der Patienten begann im März 1940. Bis zum Sommer wurden mindestens 480 Bucher Patienten direkt in die „Euthanasie“-Anstalt in Brandenburg/Havel deportiert und ermordet. Die übrigen Anstaltsbewohner kamen in  andere Heilanstalten in Berlin oder im brandenburgischen Umland. Zum 1. November 1940 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch offiziell aufgelöst.

Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanzierte 2015-2016 ein Projekt zur Erforschung des Schicksals der Bucher Patienten. Im Zuge dieser Arbeiten entstand eine Datenbank mit über 9.000 Namen. Mehr als 2.900 Frauen, Männer und Kinder starben im Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945. Ihre Namen werden ergänzt um Geburtsdatum und Geburtsort sowie Sterbedatum und Todesort im Gedenkbuch resp. der vorliegenden Datenbank genannt.

Bei der Menge der Daten sind Fehler nahezu unvermeidlich. Unvollständige Akten, schlecht lesbare Handschriften, unbekannte Abkürzungen u.a. waren eine ständige Herausforderung. Die Kürze der Projektlaufzeit ließ keine Überprüfung aller Namen mit amtlichen Quellen, d. h. Personenstandsunterlagen, zu. Eine weitere Schwierigkeit bestand in der geographischen Zuordnung des Geburtsortes. Das Einzugsgebiet der Stadt Berlin erstreckte sich weit über die Oder in östliche Richtung. Viele Orte liegen heute auf dem Territorium eines anderen Staates, was die Recherchen zusätzlich erschwerte.

Diese Datenbank ist nichts Statisches. Sie soll korrigiert, ergänzt und erweitertet werden. Die Datenbank wurde von Dr. Dietmar Schulze erarbeitet.

Für Hinweise auf bislang nicht bekannte Opfer von „Euthanasie“ und NS-Psychiatrie aus Berlin-Buch oder auf fehlerhafte Schreibweisen und Daten wenden sie sich bitte an:  

robert.parzer@gedenkort-t4.eu

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Die meisten Opfer der nationalsozialistischen Patientenmorde sind nach wie vor anonym. In vielen Familien wurde nach 1945 die Ermordung eines Angehörigen verschwiegen. Auch in der historischen Forschung wurde das Thema sehr lange nicht bearbeitet. Gerne veröffentlichen wir die Ergebnisse Ihrer Recherchen und unterstützen Sie bei der Suche nach Informationen.

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Die Sammlung von Opferbiographien begann im Jahr 2010 und wächst seither stetig. Hier sehen Sie Biografien, die kürzlich hinzugefügt wurden und solche, die aus Anlass eines Jahrestages oder Ereignisses hervorgehoben wurden. Angehörige und Erinnerungsinitiativen haben sie uns zur Verfügung gestellt.