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Opferbiographie: Maria Fenski, Porträtfoto
Victims biography
Maria Fenski
19051942

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Maria Fenski (b. Eissing)
from Berlin

b. 08/14/1905 in Papenburg an der Ems (Niedersachsen)
d. 08/07/1942 in Neuruppin (Brandenburg)

14.8.1905
Geburt Maria Eissing in Papenburg an der Ems
Lyzeum bis zur 10. Klasse

Biography created on 12/10/2017, last update on 01/30/2018
Bilderzyklus

Künstlerische Auseinandersetzung
mit der Ermordung Maria Fenskis

Hannah Bischoff hat den Verlust ihrer Großmutter durch einen „Euthanasie“-Mord in einem großen Bilderzyklus bearbeitet und auf ganz persönliche Weise dokumentiert.

Hannah Bischoff hat den Verlust ihrer Großmutter durch einen „Euthanasie“-Mord in einem großen Bilderzyklus bearbeitet und auf ganz persönliche Weise dokumentiert. Dieses Gemälde ist Teil des Zyklus.

1923
Aufenthalt in der Provinzial-Heilanstalt Osnabrück wg. sog. „Jugendirrsinn"

25.7.1927
Heirat mit Josef Fenski; Gewerkschaftssekretär der "Christliche Fabrik- und Transportarbeitergewerkschaft".

26.7.1927
Umzug nach Hamburg-Harburg

2.9.1928
Geburt des Sohnes Franz

9.9.1928 – 27.2.1929
Aufenthalt in der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg/Hamburg wg. Wochenbettpsychose
Umzug nach Berlin, Haus mit Garten
Keine Psychosen, keine Krankschreibungen –

19.6.1930
Geburt der Tochter Christa

6.8.1935
Geburt des Sohnes Rainer

21.8.-24.9.1938
Sanatorium Heidehaus in Zepernick bei Berlin
Erste Cardiazol-Behandlung (3x)
Diagnose: „Paranoide Psychose"

24.6.1939
Einweisung ins Krankenhaus Herzberge in Berlin-Lichtenberg durch den Hausarzt Dr. Hanowski („Schizophrenie")

14.10.1939
Anzeige nach dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" durch den Assistenzarzt Dr. Wirtz wegen beabsichtigter Sterilisation

Sterilisierungsverfahren; Josef Fenski war als gesetzlicher Vertreter bestellt –

6.9.1940
Beschluss des Erbgesundheitsgerichtes, dass die Sterilisation nicht erforderlich sei aufgrund der Argumentation von Josef Fenski

14.8.1941
Verlegung aus dem Königin-Elisabeth-Herzberge-Krankenhaus mit Sammeltransport nach Neuruppin

7.8.1942
Tod um 18.30; Todesursache: „Herzmuskelentartung". Tatsächliche Todesursache: Hungertod mit 42 Kilo

Benachrichtigung an:

Generalstaatsanwaltschaft Berlin
Dr. Irmfried Eberl in Bernburg ((T4-Euthanasie-Arzt)
„Reichsarbeitsgemeinschaft" in Berlin
Ehemann Josef Fenski (per Telegramm, etwa eine Woche nach dem letzten Besuch)

Text: Hannah Bischof

Porträt von Maria Fenski. Zeitpunkt der Aufnahme unbekannt.
Assoziationen

Assoziationen
As­so­zi­a­tive Beziehungen und Verknüpfungen

Alle Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen haben ihre Individualität. Manche wurden jedoch aus ähnlichen Motiven verfolgt, einige teilten zum Beispiel Gewaltererfahrungen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen. Andere wiederum wurden doppelt sigmatisiert: Weil sie als psychisch krank und behindert galten und als homosexuell und jüdisch definiert wurden.
Diesen Verknüpfungen versuchen wir mit "Assoziationen" nachzugehen. Sie ermöglichen es auch, geographische Beziehungen in unserer Datenbank zu recherchieren. Sie können also erforschen, wer am selben Ort oder Region lebte, wer in der selben Anstalt lebte und ermordet wurde.

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Literaturverweise

Ausgewählte Literatur zum Thema

Die Landesanstalt Neuruppin in der NS-Zeit
2004, Berlin

AuthorDietmar Schulze
ISBN3-937233-12-1
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Eine Seite des Gedenkbuches in der Gedenkstätte Grafeneck

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