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Theaterwettbewerb
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Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbes andersartig gedenken on stage (Ausgabe 2016): Der Theaterkurs 2DARG10 des Schulzentrums Geschwister Scholl aus Bremerhaven.

andersartig-gedenken-on-stage fördert Theater gegen das Vergessen. Bundesweit sind Theatergruppen aufgerufen, eine Opfer-Biographie ins Zentrum eines selbst entwickelten Bühnenstücks zu stellen. Als Grundlage stehen den Teilnehmern alle Biographien von Opfern auf unserer Seite zur Verfügung.

andersartig gedenken on stage 2018/19 - Auslobung

Schul- und Jugendtheater-wettbewerb zu Biographien von Opfern der NS-„Euthanasie“-Verbrechen

Die Gewinner des 2. Preises des Wettbewerbes andersartig gedenken on stage

Workshops

Der bundesweite Wettbewerb "andersartig gedenken on stage 2018/19" startet im Mai 2018 mit einer Workshop-Reihe. Eingeladen sind schulische und außerschulische Theatergruppen, aber auch geschichtsinteressierte Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahre, die neue Formen des Zugangs und der Auseinadersetzung mit historischen Fakten und Opferbiographien kennenlernen möchten. Die Workshops sind kostenfrei und werden in Kooperation durchgeführt:

  • am 4. Mai 2018 mit der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel (pdf)
  • am 14. Mai 2018 mit der Kinder- und JugendKulturWerkstatt in Leipzig (pdf)
  • am 24. Mai 2018 mit der Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" in Frankfurt/Oder (pdf)


Die eintägigen Workshops führen zunächst in die Thematik der NS-"Euthanasie"-Verbrechen ein und widmen sich dann den Kunstformen und Möglichkeiten der Verbindung von Theater und historischen Einzelschicksalen. Unter der Leitung von Theaterregisseur Kay Langstengel (in Brandenburg an der Havel und Frankfurt/Oder) und der Theaterpädagogin Solveig Hoffmann (in Leipzig)  wird laborhaft ausgelotet, wie Opferbiographien auf der Bühne erzählt werden können. Die im Workshop erarbeiteten Ideen können zu Produktionen führen, die sich bis zum 30. November 2018 für die Teilnahme am Wettbewerb anmelden können.

Die Theaterproduktionen können neben Fakten auch Fiktionen und Bezüge auf aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse, wie z.B. den Umgang mit Menschen mit Behinderungen, bioethische Fragestellungen oder die so genannte Sterbehilfe, beinhalten. Die Stücke können als Drama, dokumentarisches Theater, szenische Darstellung, szenische Lesung oder als Performance entwickelt werden.

Hintergrund

Wenn junge Menschen heute Geschichten über Menschen damals erzählen, entsteht eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. An die 300.000 Menschen sind zwischen 1939 und 1945 den NS-"Euthanasie"-Verbrechen zum Opfer gefallen; Menschen mit Behinderungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie starben den Hungertod in den sogenannten Heilanstalten, wurden vergast oder durch Medikamente umgebracht. Es ist schwer, diesen Teil der Vergangenheit zu begreifen. Warum ist es passiert? Kann so etwas wieder passieren? Was können wir daraus lernen und wie gehen wir heute mit Andersartigkeit um - das sind Fragen, die sich auftun. Junge Menschen heute gehen auf Spurensuche nach Antworten und begegnen ihnen mit Hilfe des Theaters. 

Teilnahme

Teilnehmen können:

  • Schultheater aller Schulformen ab Klasse 9
  • Amateurtheatergruppen für Jugendliche und Erwachsene
  • Jugendfreizeiteinrichtungen mit eigenen Theater-AGs
  • Theaterensembles mit Menschen mit und ohne Behinderung. 

Preise

Unter den eingesandten Aufzeichnungen der Aufführung wählt eine Jury insgesamt 7 Preisträger für Geldpreise in Höhe von 7.000,-€ . Die Einsendungen werden unter vier Bewertungskriterien begutachtet:

  • Gestaltung/Herangehensweise
  • künstlerischer Anspruch
  • historische Perspektive
  • inklusiver Ansatz.

Der Siegerbeitrag wird im Herbst 2019 auf einer Bühne in Berlin aufgeführt. 
 

Einsendeschluss

Die Wettbewerbs-Einsendungen bis zum 29. Mai 2019 bestehen aus:

  • Einer DVD mit einer Video-Aufzeichnung der vollständigen Inszenierung
  • Einem „Trailer“, d.h. einer Zusammenfassung in max. 5 Minuten.
  • Einer textlichen Kurzbeschreibung des Inhalts mit max. 3.000 Zeichen.
  • Erläuterungen und Gedanken zum eingereichten Entwurf anhand der vier Bewertungskriterien
  • Teilnahmeformular und Einverständniserklärung 

Träger

Der Wettbewerb wird ausgerichtet vom Förderkreis Gedenkort-T4  e.V.

Förderer

Gedenkort T4 | Sponsorenlogos: Stiftung EVZ "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft"

Der  Hauptförderer ist die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Ein Bündnis aus folgenden Organisationen fördert den Wettbewerb mit: 
Zukunftssicherung Berlin e.V., Wichern Diakonie Frankfurt Oder, leben lernen gGmbH, Lebenshilfe in der Schule gGmbH, COMES e.V., Albert Schweitzer Stiftung, Evangelischer Jugendfürsorgewerk, Fürst Donnersmark Stiftung, Aktion Weitblick, Samariter Anstalten, Unionhilfswerk, Diakonie Simeon gGmbH, Tiele Winkler Haus, GIP e.V.

Mehr Informationen

Ausführliche Informationen finden Sie ab April 2018 unter www.andersartig-gedenken.de (zur Zeit wird die Seite überarbeitet)

Fragen zum Wettbewerb beantwortet Ihnen Stana Schenck

stana.schenck@gedenkort-t4.eu 
Mobil: 0171- 455 08 35 

Fragen zum historischen Hintergrund, den NS-"Euthanasie"-Verbrechen, beantwortet Ihnen Robert Parzer

robert.parzer@gedenkort-t4.eu
0176/72705631

Schirmherrschaft

Ulla Schmidt - Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe und MdB.

andersartig gedenken on stage

andersartig gedenken on stage 2015/2016
Theaterwettbewerb zur Erinnerung an die NS-"Euthanasie"

Die Arbeitsgemeinschaft gedenkort-T4.eu schrieb im Herbst 2015 bundesweit den Theaterwettbewerb andersartig gedenken on stage für Schulen und inklusive Theatergruppen aus. Die Aufgabe war es, Biografien von Opfern der NS-„Euthanasie“ zu recherchieren und auf der Bühne zu erzählen.

Bis Ende Mai 2016 wurden 14 Videomitschnitte und Trailer der selbst entwickelten Theaterstücke eingereicht. Die teilnehmenden Gruppen bewiesen dabei, dass Theater die Kraft besitzt, eine Verbindung zwischen einem Einzelschicksal eines Menschen aus der Vergangenheit mit den Akteur_innen auf der Bühne und den Zuschauer_innen im Publikum herzustellen. Alle Stücke berührten unmittelbar. Die Jury, der u.a. Sigrid Falkenstein angehörte, bestimmte am 4. Juni 2016 die sieben Preisträger.

Am 01. Oktober wurden die Preisträger im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Kulturcentrum am Wartburgplatz „Die Weisse Rose“ in Berlin geehrt. Es war ein Abend vieler besonderer Momente. Die ca. 130 anwesenden Gäste wurden von den Vertreter_innen der Förderer Stiftung EVZ , Bundesvereinigung Lebenshilfe, Lebenshilfe Berlin und der Stiftung Parität begrüßt.

Theaterstück KÄTHE, Gewinner des bundesweiten Wettbewerbes andersartig gedenken on stage, eingereicht vom Theaterkurs 2DARG10 des Schulzentrums Geschwister Scholl aus Bremerhaven.

Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe beschrieb das Ziel des Wettbewerbes, eines der 300.000 Opfer der NS-„Euthanasie“-Verbrechen dem Vergessen zu entreißen, so: „Fast Jeder kennt das furchtbare Schicksal der Anne Frank, aber wer kennt Käthe Spreen?“

Die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Berlin, Prof Dr. Barbara John,  zitiert den Münsteraner Bischof von Galen, der am 3. August 1941 die Morde der sogenannten „Euthanasie“ anprangerte:  „Wenn es Recht sein soll, unproduktive Menschen zu töten, dann wehe uns allen, wenn wir einmal alt oder krank werden.“

Günther Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ, erinnerte in seiner Ansprache auch an das Schicksal der 350.000 Zwangssterilisierten, sowie deren jahrzehntelangen Kampf um Anerkennung als Verfolgte des NS-Regimes.

andersartig gedenken

andersartig gedenken
Wie kann ein Denkmal für die Opfer der NS -„Euthanasie” aussehen?

So lautete die Frage des Ideenwettbewerbs für Schüler_innen der Klassen 9 bis 13 aller Schulformen, den die AG gedenkort-T4.eu ab dem 1. Juni bis 30. November 2012 ausrief. Die Wettbewerbsaufgabe - Eine Idee für ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie” zu entwickeln, bot den Schüler_innen einen schöpferischen Weg, mit dem schwierigen und schmerzhaften Thema der NS-„Euthanasie” umzugehen. Künstlerisches Schaffen bedeutet, aktiv zu sein, Themen zu bearbeiten, Gefühle und Gedanken zu verarbeiten, eine Haltung zu entwickeln.

Ein Denkmal zum Thema NS-„Euthanasie” zu gestalten heißt, eine Form zu finden und eine Aussage dazu zu treffen. Es war ausdrücklich erwünscht, die Form "Denkmal" neu zu begreifen und eine zeitgemäße junge Form des Erinnerns zu finden. Folgende Fragen sollten hierbei einen Anstoß geben: Welche Form des Gedenkens, des Mahnens erreicht die heutige Jugend? Welche Form des Gedenkens wird dem Thema gerecht?

Erster Preis
Gegen das Vergessen

1. Preis des Wettbewerbes andersartig gedenken. Die Preisträger befragten Menschen verschiedener Altersgruppen, in unserer Schule und auf den Wochenmärkten in Nieder-Roden und Frankfurt zum Thema NS-„Euthanasie”. Das erste Wort, das den Menschen zum Thema NS-„Euthanasie” einfiel, schrieben sie auf die Schieferplatte.
Die Gewinner des Wettbewerbes andersartig gedenken, 2012.

Schüler der Klasse 10c
Heinrich-Böll-Schule, Nieder-Roden

Pauline Manus, Louisa Bergmann, Nicole Wollnik, Stefanie Kinder, Vanessa Paul, Vanessa Göritz, Julia Böcher, Regina Betke, Bese Atlar, Lucas Keller, Luca Förster, Martin Hildebrand, Kevin Heider, Marvin Ballard, Nadine Trachte, Rahet Amtul Klasse 10c der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau, Nieder-Roden Lehrerin: Melina Hermsen

Wir befragten Menschen verschiedener Altersgruppen, in unserer Schule und auf den Wochenmärkten in Nieder-Roden und Frankfurt zum Thema NS-„Euthanasie”. Das erste Wort, das den Menschen zum Thema NS-„Euthanasie” einfiel, schrieben sie auf die Schieferplatte. Wir baten die Menschen, sie mit der beschriebenen Schiefertafel fotografieren zu können. Sie hielten die Schiefertafel vor den Körper oder vor das Gesicht, wenn sie anonym bleiben wollten. Damit die Menschen die Zeit der NS-„Euthanasie” nicht vergessen werden und weil die Umwelt heute bewegter geworden ist, soll die Fotocollage als eine Multimediainstallation gestaltet werden.

Begründung der Jury:
Die Schüler verbinden in Ihrer Idee "Gegen das Vergessen" Erinnern und Gedenken auf lebendige und höchst kommunikative Art und Weise. Mit der Wettbewerbsfrage nach Ideen für ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie”, das Formen des Gedenkens junger Menschen im Blick hat, wurde hervorragend umgegangen. So ist das Projekt "Gegen das Vergessen" auf verschiedene Medien übertragbar und kann an verschiedenen Orten umgesetzt werden. Es ermöglicht Information und Kommunikation zu einem schwierigen Thema. Menschen werden nach Ihren Gefühlen und Gedanken gefragt. Sie erhalten die Möglichkeit, sich auszudrücken, zu gedenken und sich mitzuteilen. Auch schwierige Äußerungen der Befragten sind dabei denkbar. Durch die Verarbeitung der Antworten in einer multimedialen Installation wird ein vielschichtiger Prozess angestoßen, der von den Betrachtern weitergeführt werden kann. Durch die Verwendung von Schiefertafel, Kreide und Schwamm in Verbindung mit der Wiedergabe der Fotos auf Bildschirmen stellt sich eine subtile Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart her. Die Jury würdigt diesen Wettbewerbsbeitrag besonders für seinen jugendlichen Blick, seine konzeptionelle Offenheit und seinen partizipatorischen Ansatz.

Die Fotocollage-Gruppe überlegte sich, wie man mehr Fotos bekommen könnte und beschloss, zum Wochenmarkt zu gehen und dort die Leute nach dem Thema NS-„Euthanasie” zu befragen. Sie haben dort viele Passanten befragt, doch nur eine Passantin wollte sich dann auch mit ihrem Wort fotografieren lassen. Sie fanden aber auch einen Mann, der für den Nationalsozialismus war. Er fand es richtig, dass die behinderten und so genannten geisteskranken Menschen beseitigt wurden, da sie nur zu viel Geld und Arbeit kosteten und keine Gegenleistung für die Lebensmittel und Medikamente bringen konnten.

Um für die Fotocollage weitere Gesichter zu finden, überlegte sich ein Teil der Klasse nach Frankfurt zu fahren, um dort auf dem Wochenmarkt neue Gesichter zu finden Es war schwer Menschen für dieses Projekt zu finden, da viele Menschen nicht mitmachen wollten, weil sie mit diesem Thema an ihre Vergangenheit erinnert wurden.

Manche wussten aber auch nicht was NS-„Euthanasie” bedeutet. Es gab aber auch Menschen, wie zum Beispiel einen Rollstuhlfahrer aus Spanien der unseren Stand interessant fand. Er wollte nur ein Foto mit uns. Andere Passanten dachten, dass Euthanasie eine Musikband sei oder dass es um die Kindervernichtung geht. Nach zweieinhalb Stunden hatten wir dreizehn Passanten gefunden und insgesamt 36 Fotos.

Zweiter Preis
Pars pro Toto

2. Preis des Wettbewerbes andersartig gedenken. Das Denkmal hat die Form eines begehbaren Kubus. Nach außen, in der Verspiegelung der Hülle, bietet es viele Assoziationen zwischen gegenwärtigem Umfeld und verschlüsseltem Inhalt. Auch im Inneren wird die Wettbewerbsaufgabe in Form einer unmittelbaren Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart bearbeitet

Schüler des Grundkurses Kunst der Klasse 11
Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund 

Lara Besche, Hanna Brüning, Pauline Gappa, Lisa Gussek, - Melody Haarmann, Christa Ohlenholz, Ellen Osmann, Elena Schembecker, Lena Vogel, Sophia Watermeier, Lukas Kleffner, Gereon Koch, Dennis Schmidt, Niklas Schülke Grundkurs Kunst, Kl. 11, Mallinckrodt-Gymnasium, Dortmund Lehrer: Norbert Parchettka

Aussenraum: 5m x 5m x 5m großer Kubus Einfache Form, Konzentration auf das Wesentliche, kein Ablenken durch räumliche Gegebenheiten wie z.B. Fenster oder Vorhänge. Der Kubus ist verspiegelt. Die Spiegel stehen für die Verschleierungspolitik der Nazis. Die Villa in der Tiergartenstraße ("T4-Zentrale") wurde nach außen hin mit Begriffen wie "Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten" oder "Zentralverrechnungsstelle Heil- und Pflegeanstalten" getarnt.

Begründung der Jury:
In dem Beitrag "Pars pro Toto", sieht die Jury das Thema „Euthanasie”-Gedenken thematisch erweitert und auf gestalterisch interessante Weise umgesetzt. Das Denkmal hat die Form eines begehbaren Kubus. Nach außen, in der Verspiegelung der Hülle, bietet es viele Assoziationen zwischen gegenwärtigem Umfeld und verschlüsseltem Inhalt. Auch im Inneren wird die Wettbewerbsaufgabe in Form einer unmittelbaren Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart bearbeitet. Die Besucher werden angeregt, für sich selbst Bezüge zwischen damals und heute herzustellen – durch das Motiv des Puzzles, das von der Stirnwand auf Podeste im Raum übertragen wird, durch die seitlichen Wände mit historischen Informationen und durch die multimedialen Angebote. In dieser ungewöhnlichen Rauminstallation werden historische Dokumentation und Gedenken, NS-Zeit und heutige Situation von Menschen mit Behinderungen auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden.

Dritter Preis
Nicht nur Juden wurden verfolgt...

Der Wettbewerbsbeitrag "Nicht nur Juden wurden verfolgt" schlägt vor, das Thema Euthanasie in Form eines Theaterstückes und/oder als Youtube - Serie zu bearbeiten.

Schüler der Klasse 10c
Heinrich-Böll-Schule Nieder-Roden 

Katharina Franzen, Svea Dietz, Simah Hosseini, Lukas Kühnle, Hüseyin Kaya, Laurine Seibel, Lina Seibel, Nataly Bunn, Kira Lauren Schulz Klasse 10c der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau, Nieder-Roden Lehrerin: Melina Hermsen

Unser Wettbewerbsbeitrag ist die Entwicklung eines Manuskriptes zu einem Theaterstück, das die NS-„Euthanasie” thematisiert. Unsere Geschichte erzählt von einem Nazioffizier, der einen epileptischen Anfall bekommt, nachdem er von einer Ghetto-Räumung nach Hause kommt. Seine Frau will dies der NS melden. Seine Tochter versucht, ihren Vater zu retten. Vater und Tochter können sich bei der Familie ihrer jüdischen Freundin verstecken. Am Ende der Geschichte werden Vater und Tochter entdeckt. Die jüdische Familie und der Vater werden ermordet. Die Tochter kann ihr Leben retten. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte erzählt. Das Manuskript soll an Schulen als Theaterstück gespielt werden. Gleichzeitig wird das Manuskript als Drehbuch umgearbeitet, auf dessen Basis dann eine YouTube Serie entstehen soll. So können viele Jugendliche erreicht werden und so dem Thema ein Forum gegeben werden.

Begründung der Jury:
Der Wettbewerbsbeitrag "Nicht nur Juden wurden verfolgt" schlägt vor, das Thema Euthanasie in Form eines Theaterstückes und/oder als Youtube - Serie zu bearbeiten. Damit entfernt er sich bewusst von den traditionellen Formen eines Denkmals oder Mahnmals und wählt einen Ansatz, mit dem insbesondere junge Leute angesprochen werden können. Die Erarbeitung eines dafür erforderlichen Manuskripts, die Umsetzung in ein Drehbuch, die spielerische Darstellung durch Protagonisten der eigenen oder anderer Schulen sowie die für das Projekt erforderliche Überzeugungsarbeit wird mit Recherchen zu Geschichte und Gegenwart, mit Diskussionen, emotionalem Engagement und Empathie einhergehen. Die Jury würdigt vor allem, dass der damit verbundene Prozess der Auseinandersetzung und des historischen Lernens eine neue, zeitgemäße Form des "Denkmals" darstellen, Geschichte anschaulich machen und Impulse für weitere Beschäftigung mit dem Thema geben kann.

Ergebnisse

Ergebnisse
159 Wettbewerbsbeiträge

Die Karte zeigt die Orte, aus denen Beiträge für den Wettbewerb andersartig gedenken eingereicht wurden.

Es beteiligten sich 47 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet von Baden-Würtemberg bis Schleswig-Holstein, 2 Internationale Deutsche Schulen aus Brüssel und Changchung in Nordchina am Wettbewerb und sandten bis zum 30. November 2012 insgesamt 159 Wettbewerbsbeiträge ein.

Jury

Die Jury tagte am 12.12. 2012 von 10.00 – 23.00 Uhr. In einem einstufigen Verfahren ermittelte sie die 5 Preisträger.

  • Prof. Stefanie Endlich, Honorarprofessorin Kunst im öffentlichen Raum, UdK, Berlin
  • Prof. Hanna Hennenkemper, Gastprofessorin, Malerei, KH Weissensee, Berlin
  • Dr. Wiebke Willms, Dozentin für Soziale Arbeit, Alice Salomon Hochschule, Berlin
  • Andreas Knitz, Architekt und bildender Künstler, Ravensburg
  • Maria Smolen-Rathey, bildende Künstlerin, Ensemblemitglied des Theater Thikwa, Berlin
Hervorgehobene Biografien

Neueste und hervorgehobene Biografien von Opfern

Die Sammlung von Opferbiographien begann im Jahr 2010 und wächst seither stetig. Hier sehen Sie Biografien, die kürzlich hinzugefügt wurden und solche, die aus Anlass eines Jahrestages oder Ereignisses hervorgehoben wurden. Angehörige und Erinnerungsinitiativen haben sie uns zur Verfügung gestellt. 

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