Anna Elisabeth Henriette Rachow

ohne Beruf aus Bad Doberan (evangelisch)

geb. in Bad Doberan
gest. in Uchtspringe

Skizze einer Person mit zerzausten Haaren und Hemdkragen. Ihr Gesicht ist gesichtslos, stattdessen diagonal gestrichelt. Der Hintergrund ist helles, strukturiertes Papier mit dunklen Farbflecken

Biografie

Anna Elisabeth Henriette Rachow, genannt Anni, wurde am 6. Januar 1887 in Bad Doberan geboren  und lebte dort. Sie war evangelisch, ledig und hatte keinen Beruf. Ihre Eltern waren der  Volksschullehrer Johann Rachow und seine Frau Ida Rachow.
Am 1. Dezember 1936 starb ihre Mutter, und Anni wurde aus der gemeinsamen Wohnung in die  Nervenklinik Rostock-Gehlsdorf gebracht. Eingewiesen wurde sie durch eine Gemeindeschwester aus  Bad Doberan. In den Krankenunterlagen steht die Diagnose „Schizophrenie“.
In den folgenden Jahren wurde sie mehrmals zwischen verschiedenen Heil- und Pflegeanstalten hin-  und her verlegt. In den Akten steht, dass sie oft traurig war und unter starken Symptomen ihrer  Erkrankung litt.
Am 29. September 1941 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe verlegt. In den  Unterlagen steht auch, dass sie mit einem Transport der „Gemeinnützigen Krankentransport-GmbH“  gebracht wurde, den sogenannten „Grauen Bussen“.
Laut Krankenakte starb Anni Rachow am 23. Juni 1942 in Uchtspringe. Als Todesursache wurde  „Schizophrenie“ angegeben. Nach heutigem Forschungsstand gilt sie als Opfer der  nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen. 

Autoren und Autorinnen: Kriegsgräber-AG der Europaschule Rövershagen

Orte der Biografie

Geburtsort: Bad Doberan

Bad Doberan
Deutschland

Sterbeort: Uchtspringe

39576 Stendal
Deutschland

Rostock
Deutschland

Weingartshofer Straße 2
88214 Ravensburg
Deutschland

Hauptaufenthaltsort: Bad Doberan

Bad Doberan
Deutschland

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