Preisverleihung andersartig gedenken on stage Bundesweiter Theaterwettbewerb zu Biografien von Opfern der NS-„Euthanasie“-Verbrechen
Der Förderkreis Gedenkort T4 e.V. lädt am 23. Juni 2026 um 18 Uhr zur feierlichen Preisverleihung des bundesweiten Theaterwettbewerbs andersartig gedenken on stage ins Theater Pfefferberg nach Berlin. Der Preis zeichnet Theaterstücke aus, die sich Biografien von Opfern der NS-"Euthanasie" Verbrechen widmen und damit einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten, mit dem Ziel, ihre Namen und Lebensgeschichten dem Vergessen zu entreißen.
Ausgezeichnet werden Produktionen in zwei Kategorien: Schul- und Jugendtheater sowie inklusives Erwachsenen-Theater. Im 4. Wettbewerbsjahrgang gingen 16 Beiträge aus 10 Bundesländern ein. Die Jury bewertete unter anderem künstlerischen Anspruch, die Darstellung historischer Fakten und den Inklusionsansatz.
In der Kategorie Schul- und Jugendtheater geht der 1. Preis an den Kurs Darstellendes Spiel der Jahrgangstufe 10 des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums in Gießen für das inklusive Theaterstück Stolperstühle. Mit dem 2. Preis wird das Stellwerk Junges Theater Weimar für die Produktion Ausradiert – Eine theatrale Recherche auf den Spuren Betroffener der NS-Eugenikverbrechen in Thüringen ausgezeichnet. Der 3. Preis geht an die Performance STIMMEN der Theaterwerkstatt
Blickwechsel am Gymnasium Haar.
In der Kategorie inklusive Erwachsenen-Theater wird das Theater und Orchester Heidelberg für das Theaterstück Ein Platz im Gedächtnis mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der 2. Preis geht an das Puppenspiel Recht auf Glück des Heilpädagogischen Zentrums Krefeld. Den 3. Preis erhält das Theater Lüneburg in Kooperation mit der Lebenshilfe Lüneburg-Haburg für das Theaterstück Arsch macht mobil. Der Preis für Schauspiel geht an Stefan Brüne für seine Performance im Theaterstück „Gegen das Vergessen - Zerborstene Leben“.
Das Grußwort spricht Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für Belange von Menschen mit Behinderung und Schirmherr des Wettbewerbs; um 20:00 Uhr folgt die Aufführung des prämierten Stücks „Stolperstühle“.
Alle Wettbewerbsbeiträge sind online abrufbar undter andersartig-gedenken.de