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Gedenkort T4 | Europakarte: Biografien und Gedenkstätten von Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen
Historische Orte
und Biografien
NS-"Euthanasie"-Verbrechen
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und Biografien
NS-"Euthanasie"-Verbrechen
10 Jahre Gedenkort-t4.eu

Der Gedenkort-T4-Podcast ist da! Wir starten mit einem Gespräch mit Gabriele Lübke, deren Großmutter Rosa Schillings in Hadamar ermordet wurde. Den Podcast gibt es auf allen gängigen Plattformern, mehr dazu auch in unserem Blog.

gedenkort-t4.eu

Willkommen auf der Webseite des virtuellen Gedenk- und Informationsortes
www.Gedenkort-T4.eu

Alfred Mohr wurde im Alter von fünf Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe ermordet. Ein Kranz erinnert im Jahr 2015 an der Berliner Tiergartenstraße 4 an ihn.

Der virtuelle Gedenk- und Informationsort www.gedenkort-t4.eu besteht seit 2011. Er wurde geschaffen, um die Entstehung des Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde an der Berliner Tiergartenstraße 4 zu begleiten und zu fördern. 

Lange wurden die NS-"Euthanasie"-Verbrechen verschwiegen und verharmlost. Wir unterstützen Angehörige und Initiativen bei ihrer Forschung und Gedenkarbeit.

Ein partizipatives Projekt

Von Beginn an haben wir mit Angehörigen und Initiativen zusammen gearbeitet. So können wir Biografien von Opfern und Informationen zu Orten, die mit diesen Verbrechen verbunden sind, präsentieren. Nehmen Sie teil und arbeiten Sie mit, damit an Menschen, die den NS-"Euthanasie"-Verbrechen der Nationalsozialisten zum Opfer fielen, erinnert werden kann.

Erinnerung

Erinnerung passiert nicht einfach.

Viele engagierte Menschen bewahren und vemitteln sie. Auf www.gedenkkort-t4.eu stellen wir Gedenkorte und Initiativen in Deutschland und Europa  vor.  Die wenigen überlebenden Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbechen konnten nur selten über ihre Erfahrungen sprechen.

Umso dringender braucht es  Menschen, die die Erinnerung pflegen und gestalten.
 

Datenbank
Unterstützen Sie uns, diesen virtuellen Gedenk- und Informationsort mit weiteren historischen Orten und Biografien zu füllen oder zu präzisieren.

Historische Orte einreichen oder korrigieren
Biografien einreichen oder korrigieren

Mit der Skulptureninstallation "Grafeneck 10654" erinnert Jochen Meyder an die Opfer von Grafeneck. Er plant, für jedes der Opfer eine Skulptur aus Terracotta zu schaffen, die Besucher mitnehmen können.
Euthanasiedenkmal der Neinstedter Anstalten von 1993.
Andersartig gedenken

Projekt
andersartig gedenken

andersartig gedenken on stage ist ein Theaterwettbewerb zur Erinnerung an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen.

Eindrücke aus der Preisverleihung von andersartig gedenken on stage 2019. Wir sind alle bewegt über die Resonanz, das Theater Thikwa war bis zum letzten Platz belegt. Es war feierlich, würdevoll und berührend zugleich so vielen jungen Menschen zu ihrer Arbeit mit Biografien der Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde zu gratulieren. Insgesamt wurden 5 Schultheater und ein generationsübergreifendes Projekt ausgezeichnet.

Mehr über 'andersartig gedenken' erfahren

Neuigkeiten

AUFRUF – Weilmünster
Der Schauplatz von NS-Massenverbrechen darf nicht als Freizeitarena oder Event-Location missbraucht werden

Das Weilburger Tageblatt berichtete am 18.12.2020 von Überlegungen der Gemeinde Weilmünster und der Betreibergesellschaft des dortigen Krankenhauses, auf dem Areal der Vitos-Klinik Wohnraum zu schaffen und dabei auch das Freizeitpotenzial auszubauen. Die Rede ist u.a. von einer Freizeitarena, von Hotellerie und anderen Event-Locations. Die Unterzeichner dieses Aufrufs sind bestürzt von solchen Plänen, die die besondere Geschichte der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster“ und ihren Einbezug in die Ermordung von mehr als 6.000 Menschen in der NS-Zeit konterkariert.

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Landes-Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster
Vitos Weilmünster

Mindestens 278 Patienten wurden Opfer von Zwangssterilisationen. Die Operationen wurden in Wetzlar, Weilburg und in Herborn durchgeführt. 1940 starben überdurchschnittlich viele jüdische Patienten in Weilmünster. 89 wurden am 7. Februar 1941 nach Hadamar deportiert und dort ermordet.

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Viktor v. Weizsäcker
die Darstellung seines ärztlichen Handelns in einem Vortrag von M. Brumlik

In seinem Vortrag „Ärztliches Handeln als ethische Praxis,“1 gehalten am 13.09.2019 anlässlich des 53. DEGAM-Kongresses in Erlangen, geht M. Brumlik ausführlich auf Viktor v. Weizsäckers Haltung in und zum Nationalsozialismus ein.

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Gerda Kuschel
Ermordet in Loben (Lubliniec)

Gerda Kuschel wurde nur drei Jahre alt. Sie war ein Opfer der Kinder"euthanasie" in der Antalt Lubliniec. Andreas Penselin hat versucht, ihr kurzes Leben zu rekonstruieren.

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Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des National-Sozialismus am 26. Januar 2021

Die Online-Gedenkveranstaltung vom 26. Januar 2021 können sie in einer Aufzeichnung ansehen. Eine Dolmetschung in Gebärdensprache ist verfügbar.

Der Förderkreis Gedenkort T4 e.V. und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas luden am 26. Januar 2021 ein zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde.

Auf einer Online-Veranstaltung sprachen von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr Angehörige der Opfer mit Jürgen Dusel, Beauftragter Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

"Es ist grausig, wie man mit den kranken Menschen verfährt. Auch ein früherer Schüler von mir […] ist dort an ›Kreislaufschwäche‹ gestorben; man schickt dann einfach Todesanzeigen mit solchen Diagnosen. Die Nachricht hatte mich so mitgenommen, daß ich mich dann in der Straßenbahn ein Stück verfahren habe"

Tagebucheintrag des Breslauer Historikers Willy Cohn, 1. April 1941

Opferbiografien

158 Biografien von Opfern
der NS-"Euthanasie"-Verbrechen

Von 1940 bis 1945 wurden in Deutschland und Teilen des besetzten Europas an die 300.000 als behindert und psychisch krank eingestufte Menschen ermordet. Ziel der von den Tätern geplanten und durchgeführten Politik der Vernichtung  war es, ihre Opfer zu vernichten und alle Spuren zu beseitigen.

Unser Anliegen ist es, die Lebensgeschichten wieder sichtbar zu machen. In Zusammenarbeit mit Angehörigen und Gedenkinitiativen entstanden bereits zahlreiche Biografien von Opfern der nationalsozialistischen Patientenmorde. Diese Sammlung ist nicht abgeschlossen und wird ständig erweitert.

Zu vielen Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen gibt es keine Fotos. Wenn es zu einer Lebensgeschichte keine Abbildung gibt, verwenden wir Zeichnungen, die uns Horst Hoheisel zur Verfügung gestellt hat. Mehr dazu

"In meinen mit weißer Ölkreide verwischten Rohrfeder-Zeichnungen habe ich versucht, die Gesichter und damit die Einzigartigkeit jeder dieser Menschen hinter den gekalkten Busfenstern wieder sichtbar zu machen."

Horst Hoheisel

Schnellsuche
Nachname eines gesuchten Opfers
Orts- oder Stadtname
Gedenkstätten in Europa

Orte des Gedenkens
Gedenkstätten, Museen, Stolpersteine, Initiativen

Alle Biografien von Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen sind mit Orten verwoben. Dort lebten sie, wurden gequält und ermordet , dort wird an sie erinnert. Diese Orte haben wir in die Sammlung aufgenommen und darüber hinaus auch solche, an denen Patienten getötet wurden, deren Lebensgeschichten (noch) nicht erforscht wurden.

Als historische Orte verstehen wir alle Orte, die mit der Geschichte der Verbrechen verbunden sind- sei es, dass dort zum Beispiel psychiatrische Einrichtungen waren, ein Täter dort lebte und arbeitete oder dass ein Stolperstein an ein Opfer erinnert. Auch Initiativen, die die Erinnerung pflegen, wurden aufgenommen.

Diese Sammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aktuell haben wir einen Datenbestand von 158 historischen Orten des Gedenkens veröffentlicht.

Nutzer der Seite möchten wir einladen, Ergänzungen und Korrekturen vorzunehmen und es mit ihrem Wissen zu ermöglichen, dass die Einträge aktuell bleiben und neue Orte hinzu kommen.

Schnellsuche
Orts- oder Städtenamen
Nennung der Namen von Opfern

Wir stehen ein für die Nennung der Namen von Opfern der NS-"Euthanasie"-Verbrechen. Noch bis weit in die 2010-er Jahre hinein war dies unüblich. Vor allem Archive beriefen sich auf "schutzwürdige Rechte Dritter". Sie meinten damit die (de facto nicht existierenden) Sorgen von Angehörigen, nicht in Verbindung gebracht zu werden mit als psychisch krank oder behindert definierten Menschen.

Wir halten diesen Ansatz für falsch.

Rechtsanwalt Dr. Erhart Körting, Vizepräsident des Berliner Verfassungsgerichtshofes a.D und Senator für Inneres und Sport a.D. formulierte im Juli 2014 auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft gedenkort-t4.eu ein Gutachten, in dem er zum Schluß kommt, dass die Namensnennung vom geltenden Recht gedeckt ist.

Diese Auffassung hat sich mittlerweile weitgehend durchgesetzt.

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Neuigkeiten

Blog
Gedenkort T4

In unserem Blog berichten wir über Veranstaltungen, veröffentlichen Rezensionen, geben Angehörigen von Opfern eine Stimme und intervenieren auf dem Feld der Erinnerungskultur und der Gedenkpolitik. Beiträge von Gastautoren sind sehr willkommen!