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Historischer Ort: Denkmal der Grauen Busse, Porträt 5
Opferbiografie
Johannes Lakeberg
19081941

Johannes Lakeberg
aus Osnabrück (Niedersachsen) (katholisch)

geb. 22.06.1908 in Lehe (Niedersachsen)
gst. 24.06.1941 in Hadamar (Hessen)

1909 wurde die katholische Volksschule Lüstringen gebaut. Bis dahin gingen die katholischen Kinder in Belm zur Schule. Der erste Lehrer war der Vater von Johannes Lakeberg, Hermann Lakeberg, der vom 01. Januar 1910 bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1933 in Lüstringen tätig war. Er wurde 1871 in Lathen geboren und starb am 20. Januar 1951 in Osnabrück (Lutherstraße 2, begraben auf dem Johannisfriedhof). Seine Frau ist am 30. November 1962 im 83. Lebensjahr verstorben und auch auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.

Biografie erstellt am 10.01.2018, letzte Aktualisierung: 25.01.2018
Johannes Lakeberg in Erinnerungen

"Er war ja etwas wild und sauste mit dem Motorrad herum"1

  1. Eine Bekannte der Familie über Johannes Lakeberg

Das Ehepaar hatte fünf Kinder: Bernhard Lakeberg, Josef Lakeberg, der am 15. April 1939 in Radolfzell im Alter von ungefähr 26 Jahren verstorben ist, Johannes Lakeberg, der am 24. Juni 1941 in Hadamar ermordet wurde (nach der Todesanzeige "sanft im Herrn entschlafen", Quelle: Neue Volksblätter, 28.6.1941.), die Apothekerin Grete Lakeberg und Hubert Lakeberg.

Warum Johannes Lakeberg in Osnabrück in die Heil und Pflegeanstalt kam, konnte nicht mehr in Erfahrung gebracht werden. 

Auf das Angebot, eine Urne mit der Asche seines Sohnes aus Hadamar geschickt zu bekommen, soll der Vater verzichtet haben: "Das ist ja doch nicht seine Asche." Trotzdem wurde eine Urne am 22.07.1941 auf dem Heger Friedhof in Osnabrück beigesetzt.

(Eingabe: Lea Hoffmann) ges./korr.: Schubert

Quellen

Quellen: Schriftl. Bericht von Dr. Reinhard Loxtermann, Bürgerverein Lüstringen, 10.09.2008, Todesanzeigen aus Privatbesitz; Eva Berger: Die Würde des Menschen ist unantastbar, Bramsche 1999, Namensliste, S. 277f., Beerdigungsregister der Stadt Osnabrück Nr. I1046

Assoziationen

Assoziationen
As­so­zi­a­tive Beziehungen und Verknüpfungen

Alle Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen haben ihre Individualität. Manche wurden jedoch aus ähnlichen Motiven verfolgt, einige teilten zum Beispiel Gewaltererfahrungen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen. Andere wiederum wurden doppelt sigmatisiert: Weil sie als psychisch krank und behindert galten und als homosexuell und jüdisch definiert wurden.
Diesen Verknüpfungen versuchen wir mit "Assoziationen" nachzugehen. Sie ermöglichen es auch, geographische Beziehungen in unserer Datenbank zu recherchieren. Sie können also erforschen, wer am selben Ort oder Region lebte, wer in der selben Anstalt lebte und ermordet wurde.

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Schlagworte

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Literaturverweise

Ausgewählte Literatur zum Thema

Osnabrücker Schicksale
2011, Osnabrück

unveröffentlichtes Manuskript

AutorLisa Böhne

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
1999, Bramsche

200 Jahre Psychiatriegeschichte im ehemaligen Königreich Hannover am Beispiel des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Osnabrück

AutorEva Berger und Wolfgang Weig
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