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Ausstellung
12.09.2012, Robert Parzer

Ausstellung „T4“ im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge zeigt im Rahmen der „Langen Nacht der Bilder“ am 15. und 16. September die Ausstellung „T4“ in der ehemaligen Pathologie des Hauses. Am vergangenen Freitag, den 7. September, wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet, bei der unter anderem der polnische Botschafter und der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, teilnahmen.

Blog: Ausstellung Herzberge, Foto Detail
Detailaufnahme der Ausstellung in der Pathologie des Krankenhauses Herzberge, 2012.

 Außerdem wohnten der Ausstellungseröffnung auch ein Vertreter der Deutsch- Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit und eine Delegation ukrainischer Ärzte bei. Die von Michael Gollnow (Pinel-Gesellschaft gGmbh- Initiative für psychisch Kranke) konzipierte Ausstellung ist Teil der Informationspolitik des Evangelischen Krankenhauses Herzberge über das „dunkle Kapitel der eigenen Geschichte“ und verfolgt den Ansatz einer „emotional geprägte[n] Erinnerungs- und Gedenkkultur […] getragen von Betroffenheit, Trauer und Mitgefühl“. Dabei sollen persönliche Schicksale stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Von den Rednern der Ausstellungseröffnung wurde mehrmals positiv auf die aktuellen Bemühungen um einen Informations- und Gedenkort an der Tiergartenstraße 4 Bezug genommen. Wolfgang Thierse betont, dass die Erinnerung an die Verbrechen der sogenannten NS-“Euthanasie“ eine schmerzliche, aber notwendige und verpflichtende Erinnerung für die Gegenwart und Zukunft sei. Er verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes und konkretisierte, dass die Würde des Menschen universal und nicht von Erfolg oder Gesundheit abhängig sei. Die Vernissage wurde abgerundet mit der Darbietung jiddischer Lieder von Olaf Ruhl und der Lesung von Briefen von Opfern und Gedichten von Nelly Sachs.

 

Lydia Stötzer

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