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Opferbiografie: Wilhelm Dallmeyer, Porträt
Victims biography
Wilhelm Dallmeyer
18741941

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Wilhelm Dallmeyer
Lehrer, Schriftsteller from Osnabrück (Niedersachsen)

b. 11/11/1874 in Osnabrück (Niedersachsen)
d. 06/09/1941 in Hadamar (Hessen)

Adolf Friedrich Wilhelm Dallmeyer war der Sohn des Glasers und Malers Johann Heinrich Dallmeyer und seiner Ehefrau, Anne Wilhelmine Louise, geb. Vobbe. Wilhelm Dallmeyer besuchte das Lehrerseminar und war ab 1896 in verschiedenen Volksschulen tätig.

Biography created on 12/01/2017, last update on 01/25/2018

In dieser Zeit entstanden seine ersten plattdeutschen Dichtungen. 1906 erkrankte er und wurde am 27. Juni in die Provinzial - Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück eingewiesen. Am 15. Juli 1907 wurde er wieder entlassen. Im gleichen Jahr schied er aus dem Schuldienst aus und bekam ein kleines Ruhegehalt. Bis zur erneuten Einweisung am 13. August 1913 lebte Wilhelm Dallmeyer bei seiner Mutter an der Johannismauer 36. Im November 1915 kehrte er wieder nach Hause zurück. Fünf Jahre später musste er erneut psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen. Ab Oktober 1926 übernahm der Bruder, der nun im elterlichen Hause an der Johannismauer wohnte, die Pflegekosten. Wilhelm Dallmeyer war 66 Jahre alt, als er im April 1941 nach Eichberg deportiert wurde. Von dort wurde er Anfang Juni 1941 in die Tötungsanstalt Hadamar 'verlegt' und ermordet. Am 19. Juni 1941 wurde seine Urne auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.


Wilhelm Dallmeyer hinterließ ein Werk von Gedichten, Erzählungen, kleinen Theaterstücken und einen Roman, die wahrscheinlich überwiegend zwischen 1907 und 1913 entstanden waren.

(Eingabe: Felix Frost) ges./korr.: Schubert

Porträt Wilhelm Dallmeyers. Aufnahme des Fotostudios Rud. Lichtenberg, Möser Straße 24 in Osnabrück, 1918. Quelle: Staatsbibliothek Berlin, Sig. Portr. Slg/Lit. kl./Dallmeyer, Wilhelm, Nr. 1
Assoziationen

Assoziationen
As­so­zi­a­tive Beziehungen und Verknüpfungen

Alle Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen haben ihre Individualität. Manche wurden jedoch aus ähnlichen Motiven verfolgt, einige teilten zum Beispiel Gewaltererfahrungen in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen. Andere wiederum wurden doppelt sigmatisiert: Weil sie als psychisch krank und behindert galten und als homosexuell und jüdisch definiert wurden.
Diesen Verknüpfungen versuchen wir mit "Assoziationen" nachzugehen. Sie ermöglichen es auch, geographische Beziehungen in unserer Datenbank zu recherchieren. Sie können also erforschen, wer am selben Ort oder Region lebte, wer in der selben Anstalt lebte und ermordet wurde.

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Literaturverweise

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AuthorWilhelm Dallmeyer

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200 Jahre Psychiatriegeschichte im ehemaligen Königreich Hannover am Beispiel des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Osnabrück

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Jan un Marie : eine plattdeutsche epische Dichtung in achtzehn Gesängen
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Kleidörn

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